06 June 2018

Bruce Peninsula Tag 5 - Gespenstersteine in einsamer Bucht im Nationalpark Kanada

Am spaeten Nachmittag fahren wir noch einmal in den Bruce Peninsula Nationalpark. Unsere Zeit auf der Halbinsel an den Grossen Seen geht langsam zu Ende und an unserem letzten Tag hier wollen wir unbedingt noch die kurze Wanderung ueber den Horse Lake Trail mitnehmen.
Wir parken den Wagen wieder am Cyprus Lake Parkplatz von dem aus sich verschiedene Wanderwege an den 3 Seen im Park vorbei bis an die Kueste der Georgian Bay verzweigen. Es ist inzwischen schwuelwarm geworden und mit Einbruch der Daemmerung werden  jetzt auch die Mosquitos zunehmend laestiger, so wollen wir uns nicht ganz so viel Zeit lassen.


Am Beginn des Wanderwegs zeigt uns eine Tafel mit der Trail Beschreibung, dass der Weg ueber 1,2 km durch enzigartiges Wetland an die Kueste fuehrt. Ausserdem wird gewarnt vor: Poison Ivy, der 3 blaettrigen Pflanze die bei Hautkontakt zu Exanthem fuehrt und vor: Rattlesnakes, die einzige Schlange unter vielen anderen im Park, die nicht nur harmlos ist, sondern deren Biss zumindest eine Maus laehmen kann. Na dann halten wir mal besser die Augen offen :)


Der Trail beginnt auf ebenen Felsgelaende, vorbei am Horse Lake und fuehrt dann hinein in den Wald



















Von hier an fuehren Holzstege jetzt zu grossen Teilen sicher ueber den sumpfigen Untergrund 


 Wir begegnen Niemanden hier und hoeren nur gelegentlich das Fiepsen der Chipmunks und die Rufe der Voegel versteckt in den Baeumen. Der moosige Waldboden duftet und die goldenen Strahlen der Abendsonne verleihen dem Wald einen fast magischen Reiz.

Wir begegnen Niemanden hier und hoeren nur gelegentlich das Fiepsen der Chipmunks und die Rufe der Voegel versteckt in den Baeumen. Der moosige Waldboden duftet und die goldenen Strahlen der Abendsonne verleihen dem Wald einen fast magischen Reiz.

Dann wird es ploetzlich heller und wir stehen an einer wunderschoenen einsamen Bucht. Weisse Steine in unterschiedlichster Groesse bilden hier einen Kuestenstreifen zwischen dem zauberhaften Wald und dem glasklaren Wasser.



Steine entlang der Kueste soweit man blicken kann.


Waehrend Kai und ich uns auf die warmen Steine setzten und die Abendsonne geniessen, wirft Josephine mit Begeisterung Kiesel ins Wasser. 


Dabei entdecken wir auf einmal, dass einige der Steine die kleine Loecher haben die Ihnen in einer gewissen Anordnung eine Gestalt geben und damit aussehen... wie kleine Gespenster.


Ein Gespensterstein in Kanada :)


Es ist Abend geworden und die Mosquitos beginnen uns zu umschwirren und so schoen es hier auch ist, jetzt machen wir uns lieber wieder auf den Rueckweg. Am Parkplatz angekommen fuellen wir unser Wasserflaschen noch einmal an dieser praktischen Trinkwasser Station im Park auf.


Dann bricht der Abend an. Wir fahren ein letztes mal raus an den kleinen Hafen um den Sonnenuntergang zu sehen, der heute hinter den Wolken versteckt ist.


Dann fahren wir zurueck zu unserer kleinen Cabin, packen fuer unsere Abreise am naechsten morgen und fallen dann ein letztes mal hier auf die hoelzernen, erstaunlich bequemen Betten


Die fuenf Tage auf der Bruce Halbinsel waren wunderschoen und sind viel zu schnell vorbei gegangen. Wir hatten unglaubliches Glueck mit dem Wetter (sonnig, trocken und nicht zu heiss), kaum Mosquitos und wenig Touristen. Die Cabin und der Campingplatz haben uns sehr gut gefallen und wir haben fast alles geschafft was wir uns vorgenommen hatten. Ich hoffe die Halbinsel bleibt noch lange vom grossen Massentourismus verschont denn wir wuerden gerne irgendwann noch einmal wieder hierher kommen. Morgen frueh geht es jetzt aber erst einmal wieder zurueck Richtung Ottawa.

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04 June 2018

Bruce Peninsula Tag 5 - Georgian Bay und Lookout im Fathom Five National Marine Park

In der Nacht hatte es sich auf 10 Grad abgekuehlt. Als wir am morgen zum Fruehstueck vor unserer Cabin sitzen, ist der Himmel aber wieder wolkenlos blau und es wird langsam waermer. Ideales Wetter also um den Tag im Nationalpark zu verbringen.
Wir wollen heute im Fathom Five National Marine Park einen Teil des Burnt Point Loop Trails laufen. Vom Campground aus ist es nur eine kurze Fahrt bis zum Park. Dort angekommen suchen wir uns einen Parkplatz am Vistitors Center, legen unsere Permit sichtbar an die Frontscheibe und machen uns auf den Weg. 
Der erste Part des Trails fuehrt uns ueber einen ca. 1 km langen, eher unspektakulaeren ebenen Wanderweg durch den Wald. Nach 20 Minuten sehen wir dann durch die Baeume bereits das Schimmern des Sees und kurze Zeit spaeter stehen wir auf einer Aussichtsplattform, die uns einen tollen Blick ueber das Wasser bietet. Wow ist das schoen, ich bin ganz begeistert von der wilden Natur hier und kann die Kamera kaum aus der Hand nehmen :)


Eine Informationstafel gibt hier Auskunft darueber, dass dieser Ort fuer viele Tausend Jahre von grosser Bedeutung fuer die First Nations war und von den Odawa People waehrend der warmen Jahreszeit unter anderem als Fischgrund genutzt wurde.


Waehrend ich ein bisschen fotografiere kommt eine junge Frau mit einem grossen schwarzen Hund dazu, die kurz darauf durch das Gebuesch an das Ufer des Sees verschwindet.
Das machen wir doch gleich mal nach. Wir kommen ins Gespraech. Sie erzaehlt, dass sie hier in Tobermory geboren und aufgewachsen ist, heute aber nur noch waehrend der Sommersaison auf die Halbinsel kommt. Zusammen mit Ihrem Freund aus Toronto fuehren sie dann eines der Fish & Chips Restaurants im Ort. Bis vor ein paar Jahren sei es hier oben noch sehr einsam gewesen, bis der abgelegene Ort dann vor allem durch social media wie Instagram ploetzlich zunehmend bekannt wurde. Seitdem hat der Tourismus ueber die Sommermonate hier sehr stark zugenommen, was seine Vor-und Nachteile hat. 


Ihr Hund ist uebrigens ein German Shepherd, auch wenn er mit seinem langen schwarzen Fell nicht so aussieht. Er ist sehr lieb und geduldig und ich darf ein Foto von Ihm machen.  



Spaeter laufen wir etwas die steinige Kueste entlang und setzen uns dann ans Ufer um den Ausblick ueber das tiefblaue Wasser zu geniessen und den Wellen zuzusehen.


Das tuerkisblaue Wasser ist so klar, das man den felsig-steinigen Grund erkennen kann



Ueber uns hoeren wir den Schrei kreisenden Geier, Turkey Vultures, die Ausschau nach Nahrung halten


Auf dem Rueckweg laesst sich eines der vielen Squirrels hier nicht von uns beim Futtern stoeren.


Kurz bevor wir den Lookout Tower erreichen begegnen wir noch 2 Hikern mit grossen Rucksaecken, die einem Teil des beruehmten Bruce Trails, Kanadas aeltesten und mit 890 km laengsten markierten Wanderweg, die Kueste entlang laufen. 40 km am Tag haben sie sich vorgenommen zu schaffen, da wollen wir sie besser nicht laenger aufhalten.


Kurz hinter dem Visitor Center befindet sich der Lookout Tower, ueber dessen Holz-Metalkonsturktion man nach 112 Stufen auf eine Aussichtsplattform gelangt, die uns einen grandiosen Blik ueber die Georgian Bay Area bietet.






















Von hier oben aus haben wir einen tollen Rundum Blick ueber die Georgian Bay Area. 



 Nebel steigt ueber dem Wasser auf.

 Nebel steigt ueber dem Wasser auf.

Blick ueber die Einfahrt zum Nationalpark. Wir bleiben eine Weile hier oben bis es uns zu windig wird und machen uns dann an den Abstieg.


Als wir wieder auf dem Campground vor unserer Cabin ankommen, blickt uns ein Squirrel aufgeschreckt aus der Fire Pit entgegen :)


Jetzt wollen wir aber erst mal etwas essen.


Heute nachmittag geht es dann in den Bruce Peninsula Nationalpark auf den Horse Lake Trail.

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01 June 2018

Bruce Peninsula Tag 4 - Strand und Sonne in Sauble Beach

Fuer den heutigen Tag sind schwuel-heisse 30 Grad angekuendigt, ideales Wetter also fuer unseren Trip nach Sauble Beach. Von unserer Cabin in Tobermory aus ist der Ort nur ca. 1 Stunde entfernt.
Sauble Beach ist ein kleiner Badeort im Suedwesten der Bruce Halbinsel und gilt als zweitlaengster Suesswasser Badestrand der Welt.  Wir Fruehstuecken am morgen nur kurz unter den schattenspenden Baeumen vor unserer Huette, packen ein paar Strandsachen und ausreichend Getraenke ein und machen uns dann auf den Weg. Gegen 11:00 heisst uns Sauble Beach mit strahlend blauem Himmel willkommen.


Weiter weisser Sandstrand erstreckt sich hier ueber 11 Kilometer entlang des Wassers


Jetzt ist noch recht einsam hier. Waehrend der Hauptsaison fuellen sich Hotels und Cottages aber schnell mit Urlaubern, Familien und Badegaesten und der kleine 2.000 Einwohner-Ort kann an Wochenenden ploetzlich bis zu 30.000 Besucher zaehlen.


Wir laufen eine Weile am sandigen Ufer des Lake Huron entlang. Obwohl es heute so heiss und das Wasser am Strand hier sehr flach ist, ist es zum baden noch zu kalt. 


Wir buddeln ein bisschen im Sand und spielen Boccia. Josephine findet es awesome hier! :)



Blick von den Duenen aus auf den See



Sauble Beach gehoert zu den wenigen Straenden in Ontario auf die direkt mit dem Auto gefahren werden darf. 

  


Inzwischen ist das Thermometer auf 33 Grad gestiegen. Wir brauchen dringend eine Abkuehlung und die Ice Cream Bar direkt gegenueber des Strands hat um 13:00 jetzt endlich geoeffnet.


Mit dem Eis in der Hand sehen wir uns ein wenig um. In den wenigen Shops sind wir im Moment die einzigen Besucher.


Am nachmittag beginnt sich der Strand zu fuellen. Wir machen uns jetzt langsam wieder auf den Rueckweg


Wir fahren vorbei an einigen schoenen Cottages und anderen mit laengst verblasstem Charme. Sauble Beach umgibt der Zauber einer Retro-Beach Town.


Bevor wir wieder zurueck nach Tobermory fahren, machen wir noch einen Stop an den Sauble Falls.


Am Abend setzten wir uns an die Fire Pit vor unserer Cabin und fahren spaeter noch einmal ans Wasser um uns dort den Sonnenuntergang anzusehen. Der Himmel ist bereits orangerot verfaerbt und wir sehen vom Ufer aus zu, bis die Sonne Sonne endgueltig hinter dem Horizont versinkt.




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