19 Dezember 2016

Marché de Noël in Montreal - Weihnachtsmarkt in Kanada

Das Wetter war bisher wenig winterlich, als wir uns am letzten Adventswochenende auf den Weg nach Montreal machen, gibt es aber endlich die ersten Minustemperaturen und Schnee liegt in der Luft.
Seit unserer Auswanderung nach Kanada waren wir auf keinem Weihnachtsmarkt mehr. Es gibt hier zwar in vielen Staedten Indoor Weihnachtsmaerkte, das sind aber meisst eher Basare und weit entfernt vom klassischen europaeischen Weihnachtsmarkt mit Bratapfelgeruch und Gluehweinstand. 
Wir hatten gehoert, dass es in Montreal einen traditionellen christmas market geben soll und den wollen wir uns natuerlich mal ansehen.
Nach 3 h Fahrt von Ottawa aus wuehlen wir uns durch das Gewirr von Highways in Montreal, ueberqueren den Fluss ueber die Jacques Cartier Bridge und fahren Richtung Longueuil. Dort suchen wir uns einen Parkplatz in der Naehe des Weihnachtsmarkts, der mitten in der kleinen Ortschaft liegt. Inzwischen weht ein wirklich eisiger Wind und wir sind froh, nicht so weit laufen zu muessen.
Der "Marché de Noël et des Traditions de Longueuil" ist nicht sehr gross, dafuer aber sehr schoen traditionell gehalten. Hier gibt es keinen Ramsch und Kitsch sondern vielmehr handgefertigtes aus Holz oder Leder sowie einheimische Spezialitaeten.


Eine froehliche Dame verkauft hier Hochprozentiges, Fruchtsaefte und "Hot Ducks". 
Es gibt sogar eine Art Gluehwein zu kaufen (aus hochwertigem Wein, 5$ der Becher) und natuerlich heisse Schokolade und Marshmallows, die wir ueber 3 in der Mitte des Marktes stehenden fire pits roesten koennen.


Nach ca. 2 Stunden auf dem Markt verabschieden wir uns und steuern auf Old Montreal zu. Trotz des letzten Adventwochenendes ist die Innenstadt hier ueberraschend wenig besucht. Wir versuchen unser Glueck und fahren zum Jacques Cartier Platz, wo seit diesem Jahr ebenfalls ein Weihnachtsmarkt stattfinden soll. Ueberraschenderweise koennen wir direkt am Markt parken.


Zuerst wollen wir aber zur Notre Dame church, die wir uns dieses mal auch von innen ansehen wollen um dann spaeter mit der einbrechenden Dunkelheit ueber den Christmas Market in Montreal zu laufen. Ueber die Rue Saint Paul gehen wir langsam Richtung der Kirche


Wow, die weihnachtliche Beleuchtung hier ist wunderschoen

Wow, die weihnachtliche Beleuchtung hier ist wunderschoen


Ich kann mich kaum von Anblick des funkelnden Baumes am Place D'Armes losreissen


Wir haben eine ganze Zeit vor der Kirche verbracht und wollen jetzt endlich in das Gebaeude rein und stellen fest... es ist bereits geschlossen! Oeffnungszeit ist nur bis 16:00. Sowas bloedes, na egal.  Vorbei an einem Shop fuer Weihnachtsbedarf gehen wir zurueck zum Weihnachtsmarkt


Es wird langsam dunkel als wir den Marché de Noël erreichen


Als wir langsam an den vielen kleinen Staenden vorbei Richtung Old Port gehen fallen erste Schneeflocken



Am Ende des Marktes stehen fire pits und dream chairs zum aufwaeremen und verweilen und in Richtung des St. Lawrence ist eine open air Kino Leinwand aufgestellt, auf der gerade ein Weihnachtsfilm gezeigt wird. In Decken gehuellt haben sich Besucher bereits davor versammelt


Wir gehen Richtung Hafen weiter, wo die Droschkenkutscher auf Kundschaft warten.


Wir folgen der Musik und den bunten Lichtern...


... was uns zu einer beleuchteten, gut besuchten Eisflaeche bringt.



Von hier aus wirkt der Blick auf Montreal geradezu magisch schoen


Es wird spaet und uns steht noch die 3 stuendige Rueckfahrt bevor, so machen wir uns langsam wieder auf den Rueckweg


Durch das Schneetreiben gehen wir zurueck zum Auto und machen uns auf den Heimweg


Der Montrealer Weihnachtsmarkt ist mit seinem Angebot an Aktivitaeten und Spezialitaeten ganz anders als die deutschen Maerkte und doch so vertraut. Das Ambiente mit den vielen kleinen Holzhuetten und immer wieder fire pits zum Aufwaermen hat uns sehr gut gefallen und als es dann schliesslich auch noch begann zu schneien, war das Szenario fuer uns geradezu perfekt. Wir kommen wieder!

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25 Oktober 2016

Fall Colours Gatineau Park - Champlain Lookout Trail im kanadischen Herbst

Der Gatineau Park in der Provinz Québec liegt nur ca. 15 min von Kanadas Hauptstadt Ottawa entfernt und bietet auf ueber 361.00 km2  eine Menge schoener hiking und biking Trails, sowie auch schwimmbare Seen mit sandigen Ufern. 
Die Naehe zur Hauptstadt macht die Huegel des Gatineau Parks zu einem beliebten Ausflugsziel zum Wandern, Fahrrad fahren, schwimmen oder auch Ski fahren. Von downtown Ottawa aus faehrt sogar ein shuttle bus den Park an.
Ende Oktober machen wir uns bei Sonnenschein und angenehmen 8 Grad gegen Mittag auf den Weg in den Park. Es ist erwartungsgemaess viel los, denn genau wie wir wollen alle noch einmal die wundervoll leuchtenden Herbstfarben geniessen, bevor der graue November kommt und der lange Winter Einzug haelt.


Blick ueber das Ottawa Valley

Blick ueber das Ottawa Valley

Hier bietet sich uns eine wunderschoene Aussicht vom Champlain Lookout ueber die bunten Huegel 


Von hier aus gehen wir ueber die Holztreppen auf den 1,4 km kurzen, aber sehr schoenen Champlain Trail


Der Trail ist genau richtig um mit unserer 4 jaehrigen Tochter zu laufen


Der Weg fuehrt durch den Wald, immer wieder ueber Holzstege und entlang des Abhangs


... bis zu einem weiteren lookout, der einen Blick ueber das Ottawa Valley bietet.


In der Ferne kann man den Ottawa River erkennen


Im Park hat sich eine spezielle Flora und Fauna angesiedelt


Gold-bunte Blaetter sauemen jetzt im Herbst den Weg




Nach einer halben Stunde kommen wir wieder am Parkplatz an und machen uns dann wieder auf den Rueckweg nach Hause


Der Gatineau Park ist immer einen Besuch wert, im Herbst aber besonders schoen.

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Gatineau Park - Pink Lake Trail
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11 Oktober 2016

Niagara Falls - Cave of the Winds und Bridal Veil Falls auf der amerikanischen Seite

Nachdem wir gestern an den Horseshoe Falls auf der kanadischen Seite waren, wollen wir uns heute die American Falls ansehen.
Gleich nach dem Fruehstueck machen wir uns  auf den Weg und fahren ueber die Rainbow Bridge zur amerikanischen Seite der Niagarafaelle. Der Grenzwechsel ist problemlos, die Abfertigung an der Border Control ist schnell und eine halbe Stunde und 6 $ per Person spaeter haben wir unsere gruenen Visa im Pass und koennen passieren. 
Wir fahren Richtung Goat Island, finden schnell einen Parkplatz und gehen von hier aus auf die Faelle zu. Schnell wird klar, dass der Blick auf die amerikanischen Faelle vielleicht nicht ganz so spektakulaer wie von der kanadischen Seite aus ist, die Faelle aber zweifellos auch von hier aus beeindruckend sind. 

Wir fahren Richtung Goat Island, finden schnell einen Parkplatz und gehen von hier aus auf die Faelle zu. Schnell wird klar, dass der Blick auf die amerikanischen Faelle vielleicht nicht ganz so spektakulaer wie von der kanadischen Seite aus ist, die Faelle aber zweifellos auch von hier aus beeindruckend sind.

 Positiv faellt auf, das die Niagarafaelle hier nicht so zugebaut sind sondern stattdessen in einen Park eingebettet liegen. Goat Island kann man mit einem Trolly-Bus befahren, oder auch gut zu Fuss erlaufen, was einem einen schoenen Blick den Niagara River entlang bietet.


Blick auf die Rainbow Bridge, die den Niagara River ueberspannt und damit das kanadische Ontario mit dem amerikanischem State New York verbindet.


Wir halten uns eine Weile hier auf und gehen dann zu Fuss etwas 15 min ueber Goat Island.Von hier aus kann man auch Touren fuer eine Bootstour mit der Maid of the Mist buchen. Wir wollen aber zur "Cave of the Winds". 
Jedes Jahr im Fruehjahr bauen hier Arbeiter hoelzerne Treppen fuer die kommende Saison in den Felsen unterhalb des Bridal Veil Falls. Der 17 m breite Wasserfall befindet sich zwischen den beiden Inseln Goat Island und Luna Island.  Waehrend der Hauptsaison empfiehlt es sich, Tickets vorab zu kaufen um lange Wartezeiten zu vermeiden. Obwohl bereits Nachsaison ist, muessen wir noch eine Weile am Ticketschalter anstehen. Wir kaufen uns Tickets fuer 17 $ pro Adult (Kinder unter 5 sind frei) und folgen der Beschilderung zu einem Haeuschen, in dem wir jeder ein paar Badesandalen bekommen. Josephine zieht Ihre gleich an, waehrend Kai und ich erst einmal darauf verzichten. Mit dem Fahrstuhl geht es jetzt ca. 50 Meter in die Tiefe und dann weiter durch einen Tunnel, der vor 60 Jahren von Hand in den Felsen gehauen wurde, bis wir schliesslich am Fusse des Wasserfalls rauskommen. Hier erhalten wir jetzt jeder einen gelben Plastikponcho, den wir uns auch gleich ueberziehen.


Ganz in gelb geht es nun ueber die roten Holzplanken, Richtung des Wasserfalls weiter. Je naeher wir kommen, desto lauter wird es und kurze Zeit spaeter wird es auch schon ziemlich schon nass.

Ganz in gelb geht es nun ueber die roten Holzplanken, Richtung des Wasserfalls weiter. Je naeher wir kommen, desto lauter wird es und kurze Zeit spaeter wird es auch schon ziemlich schon nass.


Inzwischen ist das rauschen des Wasserfalls in ein Tosen uebergegegangn. Hier hat man das Gefühl mitten in den Niagarafaellen zu stehen. Das Wasser rauscht uns um die Füsse und jetzt wuenschte ich mir doch, die Badelatschen angezogen zu haben.  Wassernebel umgibt uns und wir werden nass trotz des Umhangs, yeah, duschen inmitten der Niagarafaelle ist ein einmaliges Erlebnis!

Inzwischen ist das rauschen des Wasserfalls in ein Tosen uebergegegangn. Hier hat man das Gefühl mitten in den Niagarafaellen zu stehen. Das Wasser rauscht uns um die Füsse und jetzt wuenschte ich mir doch, die Badelatschen angezogen zu haben.  Wassernebel umgibt uns und wir werden nass trotz des Umhangs, yeah, duschen inmitten der Niagarafaelle ist ein einmaliges Erlebnis!

Das fallende Wasser drueckt sich immer wieder ueber die Holztreppen und ueberschwemmt dabei die Planken  


Das Hurricane Deck  ist die oberste Plattform des Treppengeruest und befindet sich fast direkt unter dem Wasserfall. Wer es bis hierher schafft ist ganz oben.... und trotz Umhang total durchweicht. Kein Wunder, denn hier kommt man bis auf 6 Meter dem Bridal Veil Fall nahe. 


Die gewaltige Kraft des Wassers bekommen wir jetzt hautnah zu spueren.



Obwohl Josephine als einzige von uns Sandalen traegt moechte sie partout nicht ueber die nassen Stufen gehen. Das ist okay und wir drehen um. Also machen wir uns langsam wieder an den Abstieg. 



Durch den Tunnel geht es zurueck und dann zum Trolli-Bus, fuer den wir uns vorab Tickets fuer 3 $ pro Adult gekauft hatten. Mit dem fahren wir jetzt bequem den River entlang zurueck zu unserem Parkplatz. 
Am Abend fahren wir noch einmal entlang des Horseshoe Falls. Waehrend Kai kurz an der Seite parkt, springe raus, um ein Foto zu machen.


Am naechsten Tag steht leider schon unsere Abreise an. Das Wetter ist sonnig und mit 21 Grad nochmal richtig warm. Uns hat es hier supergut gefallen und wir waeren gerne noch etwas geblieben. Wir checken im Hotel aus und fahren dann bei schoenstem Herbstwetter  entlang des Niagara Parkway Richtung Highway zurueck nach Hause.


Die Cave of the Winds war ein beeindruckenderes Erlebnis als ich gedacht hatte und fuer mich dieses mal das absolute Highlight unseres Besuchs an den Niagarafaellen. 

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Ein Wochenende in Toronto
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