07 September 2015

Roadtrip Ostkanada - Montmorency Wasserfall und Île d'Orléans

Nachdem wir gestern vor allem die schoene Altstadt Quebecs besichtigt hatten, wollen wir uns heute mehr die umliegende Natur ansehen. Tagesziel soll der nahegelegene Montmorency Parc sein, wo es den hoechsten Wasserfall in Quebec zu sehen gibt.
Der Wetterbericht macht uns heute nicht allzuviel Hoffnung auf einen sonnigen Tag, aber egal, wir nehmen es wie es kommt.
Ich wache frueh auf und kann so am Hotelzimmerfenster mit der schoenen Aussicht gerade noch verfolgen, wie die Sonne am Horizont langsam an einem wolkenverhangenem Himmel ueber dem St. Lawrence River aufgeht.


Es dauert noch eine Weile bis wir alle richtig wach sind und uns fertig gemacht haben.  Da das zum Hotel gehoerige Restaurant, das wir unbedingt wegen der Panorama-Aussicht einmal besuchen wollen, erst ab 9:00 oeffnet, vertreiben wir uns die Zeit bis dahin im Stadtpark um die Ecke mit einen kleinen Morgenspaziergang. Es ist  schon jetzt sehr diesig und wahnsinng schwuel.


Um 9:00 fahren wir mit dem Fahrstuhl in die 25. Etage wo das sich das Dreh-Restaurant des Hotels befindet. Ist die Aussicht aus unserem Hotelfenster schon beeindruckend, ist die Panorama-Aussicht hier trotz des wolkenverhangenen Himmels einfach atemraubend


Sanfte Jazz-Klaenge laufen im Hintergrund, als wir den ersten Kaffee und die Speisekarte gebracht bekommen. Ein Blick auf das Menue macht klar, warum Quebec auch als kulinarisches Bollwerk inmitten der amerikanischen Fastfood Kultur bezeichnet wird. Ich haette mich ja auch mit simplen Ham and Eggs zufrieden gegeben aber die gibt die Karte erst gar nicht her. So sind wir also gezwungen, delicatere Cuisine zu bestellen ;)


Das Brunch in der angenehmen Atmosphaere des sich langsam drehenden Panorama-Restaurants war ein schoener Start. Jetzt wollen wir los um unseren letzten Tag in Quebec noch so gut wie moeglich zu nutzen koennen. Ueber die Autobahn machen wir uns auf den Weg zum Montmorency Falls Park. Auf dem Parkplatz angekommen zahlen wir 14$, was als Gebuehr fuer den gesamten Park nicht uebertrieben ist. Vom Parkplatz aus sieht der Wasserfall fuer mich erst mal alles andere als beeindruckend aus, schon gar nicht spektakulaer. Das zwischen dem Wasserfall und dem Fluss als Verbindung zum St. Lorenz Strom auch noch Bahnschienen und ein Highway verlaufen, verdirbt etwas den Eindruck des eigentlichen Naturschauspiels... 


Hinter dem Besucher Centrum ueberqueren wir die Bahnschienen und laufen in den Montmorency Park, auf den Wasserfall zu


Der Montmorency Fall ist 83 Meter hoch, hoeher also als die Niagara Faelle aber bei weitem nicht so breit. Von hier aus laesst sich jetzt auch langsam die Hoehe des Wasserfalls erahnen (betrachtet man die winzig kleinen Menschen unten rechts:)

Von hier aus laesst sich jetzt auch langsam die Hoehe des Wasserfalls erahnen (betrachtet man die winzig kleinen Menschen unten rechts:)

Es gibt verschiedene Wege um zum Wasserfall zu gelangen. Von oben ueber die Haengebruecke, von unten durch den Park, mit der Seilbahn, oder aber etwas aufregender... free climbing an der Felswand entlang

Es gibt verschiedene Wege um zum Wasserfall zu gelangen. Von oben ueber die Haengebruecke, von unten durch den Park, mit der Seilbahn, oder aber etwas aufregender... free climbing an der Felswand entlang



Hat der Park und der Wasserfall anfangs noch wenig beeindruckend auf mich gewirkt, aendert sich das schnell als wir naeher kommen


Hier kann man die Wassermassen schon laut  die 83 Meter abwaerts tosen hoeren


Am aeussersten Ende der Besucherplattform ist der Wasserfall ohrenbetaeubend laut und die Gischt macht mich in kuerzester Zeit nass :) Durch den Spruehnebel kann man erkennen, dass hier noch weitere kleinere Faellen an den fast 100 Meter hohen  Felsen hinabstuertzen.


Jetzt will ich aber auch einmal hinauf auf die Haengebruecke, die ueber den Wasserfall fuehrt. Wir machen uns in der schwuelen Hitze mit Josephine auf den Weg ueber die gefuehlt  "1000" Stufen der steilen Holztreppe. Nicht mehr weit von Ziel entfernt drehen wir dann aber um, da Josephine so muede ist und sich nur noch vorwaerts schleppt


Also machen wir uns ganz langsam wieder auf den Weg nach unten...


Zum Park gehoert auch ein kleiner versteckter Spielplatz, auf dem wir Josephine dann erst einmal eine Ruhepause goennen. Bevor wir wieder zurueck zum Auto gehen, werfen wir noch einmal einen Blick auf das spectakulaere Naturschauspiel


Unser Fazit: Den Montmorency Falls Park sollte man unbedingt bei einem Quebec Trip fuer einen Zwischenstop mit einplanen. Der Anblick des gewaltigen Wasserfalls in der Ruhe der umgebenden Natur ist einfach ein Erlebnis und absolut sehenswert. 
Wir fahren vom Park aus weiter den Highway entlang ueber St. Lawrence Bruecke auf die Île d'Orléans. Das Wetter ist weiterhin schwuelheiss und in der feuchten Luft bietet sich uns von hier aus  ein diesiger Ausblick auf Quebec City am gegenueberliegenden Ufer

Das Wetter ist weiterhin schwuelheiss und in der feuchten Luft bietet sich uns von hier aus  ein diesiger Ausblick auf Quebec City am gegenueberliegenden Ufer

Die ca. 15 Autominuten von Quebec City entfernte Insel bietet einen Abstecher in die malerisch laendliche Schoenheit der Natur Quebecs. Wir kommen an Jahrhunderte alten Haeusern und Kirchen, ueppigen Obstplantagen und weiten Feldern vorbei. 1535 wurde die Insel von Jacques Cartier entdeckt, der hier viele wildwachsende Weinreben vorfand. Wir entdecken auf unserer Fahrt auf der Insel ebenfalls Weinreben... und halten spontan mal auf einem der Weingueter an :)


Wir sehen uns etwas um, machen eine winzige Weinprobe und nehmen uns daraufhin eine Flasche Rotwein fuer den Abend mit

Wir sehen uns etwas um, machen eine winzige Weinprobe und nehmen uns daraufhin eine Flasche Rotwein fuer den Abend mit


Hier, am Ufer der Insel kann man in der Ferne den Montmorency Fall erkennen...


Es geht ein ziemlicher Wind und das Wasser auf dem St. Lawrence Strom ist heute rauh, trotzdem nehmen es hier einige Kajaks mit den Wellen auf


Blick ueber den Lorenz Strom auf Quebec City



Wir fahren wieder zurueck nach Quebec City, diesesmal Uptown (Haute-Ville). Erstaunlicherweise finden wir auch sofort einen Parkplatz vor der Stadtmauer


Ueber die Rue Saint-Jean laufen wir an den vielen kleinen Geschaeften entlang, bis wir an unserem eigentlichen Ziel ankommen


Das Cafe-Boulangerie Paillard
Hier gibt es viele schlimme Sachen, wie die besten Schoko-Croissants, suesse Macarons, 
oder homemade Sandwiches und hier wollen wir jetzt endlich mal was essen. Im Cafe kann man zwanglos an den langen Holztischen Platz nehmen, begleitet von der sehnsuechtigen Musik des  Akkordion Spielers. Josephine moechte ein Eis, Kai und ich bestellen uns verschiedene Sandwiches, die beide absolut phantastisch sind und dazu das leckerste Schoko-Croissant ueberhaupt :)


Als wir das Cafe verlassen beginnt er zu regnen und wir fahren erst einmal zurueck zum Hotel. Als wir gerade oben sind, wird es auf einmal dunkel und es beginnt heftigst zu schuetten und gewittern


Obwohl es immer noch leicht nieselt, wollen wir an unserem letzten Abend hier noch einmal runter in die Altstadt von Quebec. Wir lassen den Wagen am Old Port stehen und laufen durch die regennassen Gassen


Bei dem Wetter ist jetzt kaum jemand unterwegs und ich kann noch einmal ein Foto von der L-Escalier Casse-Cou, den "Breakneck Steps", aufnehmen


Das Wetter treibt uns zwischendurch in ein paar der vielen Souvenier Shops


Dieses Fresco darf bei einem Quebec Besuch natuerlich nicht fehlen.Es ehrt beruehmte historischen Persoenlichkeiten der Stadtgeschichte wie Samuel de Champlain und Graf Frontenac, die neben aktuellen Bekannheiten aus Sport und Unterhaltung hier humorvoll vereint sind



Quebec City verabschiedet sich von uns im warmen, auf den alten Pflastersteinen spiegeldem Licht


"Je me souviens" ... ich erinnere mich. 
Der Satz der auf jedem Autokennzeichen Quebecs steht, und der Wahlspruch von Quebec City ist, wird jetzt auch fuer uns gelten. Wir werden uns gerne an die Stadt zurueck erinnern.
Morgen geht unsere Fahrt weiter den St. Lorenz Strom hoch bis an den Fjord nach Tadoussac...

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